Gibt es sichere Alternativen zu Zigaretten?

In den letzten Jahren kamen viele pflanzliche und alternative Zigaretten auf den Markt gebracht. Jeder Hersteller behauptet, dass diese Alternative zu herkömmlichen Zigaretten sicherer sei. Es gibt zahlreiche Sorten und viele von ihnen sind günstiger als Tabakzigaretten. Dies ist ein weiterer Grund für die hohe Beliebtheit dieser Alternativen zu Zigaretten.

Der Krieg gegen das Rauchen von Zigaretten hat an Intensität zugenommen. Die Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen, dass das Rauchen von Zigaretten direkt mit Lungenkrebs, geschwächtem Immunsystem und anderen schweren Gesundheitsproblemen zusammenhängt, haben zu massiven Kampagnen gegen das Rauchen geführt.

Das Problem jedoch ist, das Rauchen von Zigaretten schnell süchtig macht. Auch wenn Leute die gefährliche Seite des Tabakrauchens vermeiden möchten, ist dem Verlangen nach Nikotin hart zu widerstehen. Hierdurch hat sich eine breite Palette von Alternativen zum Rauchen entwickelt, von denen einige in den letzten zehn Jahren sehr populär geworden sind.

Die Frage ist, gibt es wirklich sichere Alternativen zum Rauchen?

Im Jahr 2004 kamen die ersten elektronischen Zigaretten als sichere Alternative zum Rauchen auf den Markt. E-Zigaretten sind im Wesentlichen Verdampfer, die den Akt des Rauchens nachahmen, aber die Tabakkomponente eliminieren. Durch Erhitzen einer chemischen Mischung (E-Liquid) und anschließendes Einatmen des Dampfes durch eine künstliche Zigarette oder einen „Stift“ können Raucher den psychischen und physischen Reiz des Rauchens erhalten, einschließlich des für sie wichtigen Nikotins.

Innerhalb von zehn Jahren haben sich E-Cigs und Vaping zu einer EUR 7 Milliarden Industrie entwickelt. Es gibt Hunderte von Sorten und Aromen. Von der traditionellen Tabakindustrie unabhängige Unternehmen bieten neue Möglichkeiten, das Rauchen zu genießen. Das Wachstum der Branche führte auch zu höherer Qualität der Technologie. Die meisten im Handel erhältlichen Kits beinhalten gute Verdampfer.

Die langfristigen Auswirkungen dieser noch jungen Technologie sind jedoch unbekannt. Erste Berichte haben gezeigt, dass E-Zigaretten auch dazu führen, dass sich freie Radikale im Körper eines E-Zigarettenrauchers ablagern, ähnlich wie beim Tabakrauchen. Darüber hinaus haben Labortests gezeigt, dass manche in E-Cigs gefundenen chemischen Mischungen auch das Immunsystem und die Atemwege schädigen können.

Während diese negativen Auswirkungen im Vergleich zum traditionellen Rauchen minimal sind, sollte niemand behaupten, dass E-Zigaretten vollkommen harmlose oder gar sichere Alternativen zum Rauchen sind. Noch existieren keine Langzeitstudien, die eindeutig belegen können, was E-Cigs mit unserem Körper machen.

Was ist mit pflanzlichen Zigaretten?

Auch viele pflanzliche und alternative Zigaretten wurden in den letzten Jahren auf den Markt gebracht. Bei diesen wird der Tabak aus dem Rauchprozess entfernt. Es gibt viele Sorten, viele von ihnen sind billiger als Tabakzigaretten, was sie auch sehr beliebt macht. Bidis, Kräuterzigaretten und Nelkenzigaretten sind vielleicht die am weitesten verbreiteten Alternativen zum Rauchen. Aber sie sind genauso schlimm, wenn nicht sogar schlimmer als das Rauchen normaler Zigaretten.

Die wirkliche Gefahr des Rauchens geht vom Teer und Kohlenmonoxid aus, das beim Rauchen einer dieser Alternativen weiterhin vorhanden ist. Nikotin ist nicht die Ursache von Krebs und Atemnot. Die Behauptung, nikotinfrei sei gesünder, ist irreführend. Vielleicht mache diese Alternativen weniger süchtig, aber die großen gesundheitlichen Bedenken bleiben bestehen.

Ich würde als aller gesündeste Alternative jedoch Tee zum trinken empfehlen:)

Gibt es eine wirklich sichere Zigarette am Horizont?

British American Tobacco, der Hersteller von Lucky Strikes, Dunhill und Kent Zigaretten, entwickelt eine weitere Alternative zum Rauchen. „Voke“ ist ein Nikotin-Inhalator, der die erste wirklich „sichere“ Zigarette sein könnte.

Bei diesem kleinen Inhalator, der einer E-Zig ähnelt, aber ganz anders funktioniert, ist keine Verbrennung beteiligt. Das Nikotin wird durch ein kleines Aerosolgerät inhaliert. Durch die Befriedigung der physischen und psychischen Bedürfnisse der Raucher (Raucher sind abhängig von Nikotin, nicht von Teer oder Tabak) ist Voke eine sehr spannende Entwicklung. In Großbritannien wurde Voke zudem als Raucherentwöhnungsmittel zugelassen. Dabei werden die langfristigen Auswirkungen von Nikotin auf den Körper nicht als negativ angesehen. Wenn sich diese Alternative zum Rauchen durchsetzt, kann auch Big Tobacco profitabel bleiben und gleichzeitig das Image verbessern. Es scheint, als ob jeder gewinnt!