
Die fünf Hauptkategorien von Tee: Schwarz, Grün, Weiß, Oolong und Kräutertee
Die Vielfalt der Teesorten
Alle echten Teesorten stammen von einer einzigen Pflanze: Camellia sinensis. Die unterschiedlichen Verarbeitungsmethoden bestimmen, ob daraus schwarzer, grüner, weißer, gelber oder Oolong Tee wird. Kräuter- und Früchtetees hingegen werden aus anderen Pflanzen hergestellt und zählen botanisch gesehen nicht zu den echten Tees.

Schwarzer Tee
Schwarzer Tee durchläuft einen vollständigen Oxidationsprozess, wodurch er seine charakteristische dunkle Farbe und sein kräftiges Aroma erhält. Beliebte Sorten sind Assam, Darjeeling und Earl Grey. Schwarzer Tee enthält mehr Koffein als andere Teesorten und eignet sich daher besonders gut als Wachmacher am Morgen.

Grüner Tee
Grüner Tee wird nicht oxidiert, sondern nach der Ernte sofort erhitzt, um die Enzyme zu deaktivieren. Dies bewahrt die grüne Farbe und die wertvollen Inhaltsstoffe. Bekannte Sorten sind Sencha, Gyokuro und Matcha aus Japan sowie Lung Ching und Gunpowder aus China. Grüner Tee schmeckt frisch und grasig.

Weißer Tee
Weißer Tee ist die am wenigsten verarbeitete Teesorte. Nur die jüngsten Blätter und Knospen werden verwendet, die oft noch mit feinen silbrigen Härchen bedeckt sind. Der Geschmack ist sehr subtil und leicht süßlich. Bekannte Sorten sind Pai Mu Tan und Silver Needle (Yin Zhen).

Oolong Tee
Oolong Tee wird teilweise oxidiert und nimmt daher eine Mittelstellung zwischen grünem und schwarzem Tee ein. Der Oxidationsgrad kann zwischen 10% und 80% liegen, was zu einer großen Geschmacksvielfalt führt. Bekannte Sorten sind Tie Guan Yin und Da Hong Pao aus China sowie Formosa Oolong aus Taiwan.

Gelber Tee
Gelber Tee ist eine seltene und kostbare Teesorte aus China. Die Verarbeitung ähnelt der von grünem Tee, jedoch werden die Blätter nach dem Erhitzen in Tücher eingewickelt, was zu einer leichten Fermentation führt. Der Geschmack ist mild und süßlich mit weniger Grasigkeit als grüner Tee.

Kräutertee und Früchtetee
Kräutertees werden aus getrockneten Kräutern, Blüten, Wurzeln oder Rinden hergestellt. Beliebte Sorten sind Kamille, Pfefferminze, Ingwer und Rooibos. Früchtetees bestehen aus getrockneten Früchten und Beeren, oft mit Hibiskusblüten und Hagebutten als Basis. Beide enthalten kein Koffein und sind daher auch abends gut geeignet.
Die gesundheitlichen Wirkungen von Tee

Tee enthält zahlreiche gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe wie Antioxidantien, Polyphenole und ätherische Öle
Tee ist nicht nur ein Genussmittel, sondern kann auch positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben. Die gesundheitlichen Eigenschaften variieren je nach Teesorte, aber alle enthalten wertvolle Inhaltsstoffe.
Antioxidative Wirkung
Besonders grüner und weißer Tee sind reich an Catechinen – starken Antioxidantien, die freie Radikale neutralisieren können. Diese freien Radikale entstehen bei Stoffwechselprozessen und können Zellschäden verursachen. Regelmäßiger Teekonsum kann dazu beitragen, oxidativen Stress zu reduzieren.
Herz-Kreislauf-System
Studien deuten darauf hin, dass regelmäßiger Konsum von grünem und schwarzem Tee das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken kann. Die enthaltenen Polyphenole können helfen, den Cholesterinspiegel zu regulieren und die Blutgefäße zu entspannen.
Koffein und Thein
Echter Tee enthält Koffein, das in Tee oft als Thein bezeichnet wird. Chemisch handelt es sich um dieselbe Substanz, jedoch wirkt das Koffein im Tee anders als im Kaffee. Durch die Bindung an Gerbstoffe wird es langsamer freigesetzt, wodurch die anregende Wirkung milder und länger anhaltend ist.
Beruhigende Kräutertees
Viele Kräutertees haben beruhigende oder entspannende Eigenschaften. Kamille kann bei Magenbeschwerden helfen und die Schlafqualität verbessern. Lavendel und Baldrian wirken beruhigend auf das Nervensystem. Pfefferminze kann bei Verdauungsproblemen Linderung verschaffen.
Wussten Sie schon?
Eine Tasse grüner Tee enthält nur etwa halb so viel Koffein wie eine Tasse Kaffee, bietet aber eine länger anhaltende, sanftere Anregung ohne das typische „Koffein-Tief“ danach.
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Die Kunst der perfekten Teezubereitung

Die richtige Zubereitung ist entscheidend für den perfekten Teegenuss
Die perfekte Teezubereitung ist eine Kunst für sich. Je nach Teesorte variieren Wassertemperatur, Ziehzeit und Dosierung. Mit den folgenden Grundregeln gelingt Ihnen der perfekte Aufguss:
| Teesorte | Wassertemperatur | Ziehzeit | Dosierung (pro 250ml) |
| Schwarzer Tee | 95-100°C | 3-5 Minuten | 2-3g |
| Grüner Tee | 70-80°C | 2-3 Minuten | 2g |
| Weißer Tee | 70-75°C | 2-3 Minuten | 2-3g |
| Oolong Tee | 80-90°C | 3-4 Minuten | 3g |
| Kräutertee | 100°C | 5-8 Minuten | 3g |
| Früchtetee | 100°C | 8-10 Minuten | 3-4g |
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Teezubereitung
- Wasser: Verwenden Sie frisches, kaltes Wasser mit geringem Mineralgehalt. Bereits mehrfach aufgekochtes Wasser enthält weniger Sauerstoff und beeinträchtigt den Geschmack.
- Temperatur: Erhitzen Sie das Wasser auf die für Ihre Teesorte empfohlene Temperatur. Für grünen und weißen Tee sollten Sie das Wasser nach dem Kochen etwas abkühlen lassen.
- Vorwärmen: Wärmen Sie die Teekanne oder Tasse vor, indem Sie etwas heißes Wasser hineingießen und kurz schwenken.
- Dosierung: Geben Sie die richtige Menge Tee in die Kanne oder in ein Sieb. Als Faustregel gilt: ein gestrichener Teelöffel (ca. 2g) pro Tasse (250ml).
- Aufgießen: Gießen Sie das Wasser über den Tee und achten Sie darauf, dass alle Blätter mit Wasser bedeckt sind.
- Ziehzeit: Beachten Sie die empfohlene Ziehzeit. Zu kurz gezogen entfaltet der Tee nicht sein volles Aroma, zu lang gezogen wird er bitter.
- Entfernen der Blätter: Nach der Ziehzeit sollten Sie die Teeblätter entfernen, um ein Nachziehen zu verhindern.

Verschiedene Kulturen haben ihre eigenen Teezubereitungsmethoden entwickelt
Tee verfeinern
Je nach persönlichem Geschmack und Teesorte können Sie Ihren Tee mit verschiedenen Zutaten verfeinern:

Zitrone
Eine Scheibe Zitrone passt hervorragend zu schwarzem Tee und verleiht ihm eine erfrischende Note. Die Säure der Zitrone kann zudem die Farbe des Tees aufhellen und die Freisetzung von Antioxidantien fördern.

Milch
Milch ist eine klassische Zutat für kräftige schwarze Tees wie English Breakfast oder Assam. Sie mildert die Bitterstoffe und verleiht dem Tee eine cremige Note. Geben Sie die Milch entweder zuerst in die Tasse oder nach dem Tee hinzu.

Honig
Honig ist ein natürlicher Süßungsmittel, der besonders gut zu Kräutertees und grünem Tee passt. Verschiedene Honigsorten bringen unterschiedliche Aromen mit sich – von mild-blumig bis kräftig-würzig. Geben Sie den Honig erst hinzu, wenn der Tee etwas abgekühlt ist.
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Teekultur weltweit

Teekultur rund um den Globus: Von der chinesischen Teezeremonie bis zur englischen Teatime
Tee ist nicht nur ein Getränk, sondern in vielen Ländern ein wichtiger Bestandteil der Kultur. Die Art, wie Tee zubereitet und genossen wird, variiert stark von Region zu Region und spiegelt lokale Traditionen und Werte wider.
China: Die Wiege des Tees
China gilt als Ursprungsland des Tees mit einer über 5000-jährigen Teekultur. Die chinesische Teezeremonie (Gongfu Cha) ist eine kunstvolle Form der Teezubereitung, bei der jeder Schritt mit Bedacht ausgeführt wird. Typische Utensilien sind kleine Teekannen aus Yixing-Ton, Gaiwan (Deckeltassen) und winzige Teetassen, die das intensive Aroma der oft mehrfach aufgegossenen Teeblätter zur Geltung bringen.
Japan: Der Weg des Tees
In Japan hat sich mit der Teezeremonie (Chado oder „Weg des Tees“) eine spirituelle Praxis entwickelt, die eng mit dem Zen-Buddhismus verbunden ist. Im Mittelpunkt steht Matcha, ein zu feinem Pulver vermahlener Grüntee, der mit einem Bambusbesen (Chasen) in einer Schale aufgeschlagen wird. Die japanische Teezeremonie betont Werte wie Harmonie, Respekt, Reinheit und Stille.
Großbritannien: Afternoon Tea
Die britische Teekultur ist weltberühmt für den „Afternoon Tea“ – eine Tradition, die im 19. Jahrhundert entstand. Schwarzer Tee wird typischerweise mit Milch getrunken und von kleinen Sandwiches, Scones mit Clotted Cream und Konfitüre sowie feinem Gebäck begleitet. Der „Five o’clock Tea“ ist zu einem kulturellen Symbol geworden, das Gemütlichkeit und soziales Miteinander verkörpert.
Russland: Der Samowar
In Russland wird Tee traditionell mit einem Samowar zubereitet – einem großen Metallgefäß mit integrierter Heizung. Typisch ist ein starker schwarzer Tee, der als Konzentrat (Zavarka) zubereitet und dann mit heißem Wasser aus dem Samowar verdünnt wird. Dazu werden oft Süßigkeiten oder Konfitüre gereicht. Tee ist in Russland ein Symbol für Gastfreundschaft und häusliche Wärme.
Indien: Masala Chai
Indien ist nicht nur einer der größten Teeproduzenten, sondern hat auch eine eigene Teekultur entwickelt. Besonders bekannt ist Masala Chai – schwarzer Tee, der mit Milch, Zucker und Gewürzen wie Kardamom, Zimt, Ingwer und Pfeffer gekocht wird. Chai wird überall im Land von Straßenverkäufern (Chai Wallahs) in kleinen Tontassen serviert und ist ein fester Bestandteil des Alltags.
Marokko: Minztee
In Marokko und anderen nordafrikanischen Ländern ist der süße Minztee ein Zeichen der Gastfreundschaft. Grüner Gunpowder-Tee wird mit frischer Minze und reichlich Zucker zubereitet und aus kleinen, verzierten Gläsern getrunken. Das Einschenken erfolgt aus großer Höhe, um den Tee mit Sauerstoff anzureichern und eine leichte Schaumkrone zu erzeugen.
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Tee für jede Jahreszeit

Für jede Jahreszeit gibt es den passenden Tee mit saisonalen Aromen
Je nach Jahreszeit können unterschiedliche Teesorten besonders gut passen. Während im Sommer erfrischende, leichte Tees beliebt sind, wärmen im Winter kräftige, würzige Sorten von innen.

Frühling
Im Frühling passen besonders gut frische, leichte Tees wie junger grüner Tee, Weißer Tee oder Kräutertees mit Zitronenmelisse und Minze. Diese Sorten harmonieren mit dem Erwachen der Natur und unterstützen die natürliche Entgiftung nach dem Winter.

Sommer
Im Sommer sind erfrischende Eistees und fruchtige Teesorten ideal. Probieren Sie kalten Hibiskustee mit Beeren, grünen Tee mit Zitrone oder Pfefferminztee mit frischer Minze. Diese können auch wunderbar als Basis für erfrischende Tee-Cocktails dienen.

Herbst
Im Herbst wärmen Tees mit Gewürzen und herbstlichen Früchten. Schwarzer Tee mit Apfel und Zimt, Chai-Tee mit Kardamom und Nelken oder Rooibos mit Vanille sind perfekte Begleiter für gemütliche Herbsttage und stärken das Immunsystem in der kälteren Jahreszeit.

Winter
Im Winter sind kräftige, wärmende Tees gefragt. Schwarzer Tee mit Gewürzen wie Zimt, Kardamom und Ingwer, Pu-Erh Tee mit seiner erdigen Note oder Kräutertees mit Ingwer und Honig wärmen von innen und unterstützen das Immunsystem in der kalten Jahreszeit.
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Tee – mehr als nur ein Getränk

Tee ist mehr als ein Getränk – er ist ein Moment der Ruhe und des Genusses im Alltag
Tee ist weit mehr als nur ein Getränk – er ist ein kulturelles Phänomen, ein Gesundheitselixier und ein Moment der Ruhe im hektischen Alltag. Die Vielfalt der Teesorten, Zubereitungsmethoden und Traditionen rund um den Globus zeigt, wie tief Tee in unserer Menschheitsgeschichte verwurzelt ist.
Ob Sie nun ein erfahrener Teekenner sind oder gerade erst die Welt des Tees für sich entdecken – es gibt immer neue Sorten, Aromen und Zubereitungsarten zu erkunden. Nehmen Sie sich Zeit für eine Tasse Ihres Lieblingstees, genießen Sie den Moment und lassen Sie sich von den vielfältigen Aromen verzaubern.
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Häufig gestellte Fragen zum Thema Tee
Wie lange ist loser Tee haltbar?
Loser Tee ist bei richtiger Lagerung etwa 1-2 Jahre haltbar. Er sollte trocken, lichtgeschützt und luftdicht aufbewahrt werden, idealerweise in einer Teedose aus Metall oder Keramik. Grüner und weißer Tee sind empfindlicher und sollten schneller verbraucht werden als schwarzer Tee. Kräuter- und Früchtetees können bei richtiger Lagerung bis zu 2 Jahre ihre Aromen bewahren.
Kann man Teeblätter mehrfach aufgießen?
Ja, viele Teesorten können mehrfach aufgegossen werden. Besonders hochwertige Oolong-, Pu-Erh- und grüne Tees entfalten oft erst beim zweiten oder dritten Aufguss ihr volles Aroma. Bei jedem neuen Aufguss sollte die Ziehzeit etwas verlängert werden. Schwarzer Tee kann in der Regel 2-3 Mal aufgegossen werden, Oolong und Pu-Erh sogar bis zu 8 Mal. Kräuter- und Früchtetees hingegen verlieren nach dem ersten Aufguss meist ihr Aroma.
Welcher Tee enthält am wenigsten Koffein?
Unter den echten Tees (aus der Camellia sinensis Pflanze) enthält weißer Tee in der Regel am wenigsten Koffein, gefolgt von grünem Tee. Schwarzer Tee hat den höchsten Koffeingehalt. Kräutertees, Rooibos und Früchtetees enthalten natürlicherweise kein Koffein und sind daher auch abends gut geeignet. Es gibt auch speziell entkoffeinierten Tee, bei dem das Koffein durch schonende Verfahren entfernt wurde.
Wie erkenne ich gute Teequalität?
Gute Teequalität erkennt man an mehreren Faktoren: Die Teeblätter sollten gleichmäßig und unbeschädigt sein. Bei Schwarztee und Oolong sollten die Blätter fest und nicht brüchig sein. Grüner Tee sollte eine frische, grüne Farbe haben. Der Geruch sollte aromatisch und sortenspezifisch sein, ohne muffige oder fremde Noten. Beim Aufguss sollte der Tee ein klares, charakteristisches Aroma entwickeln. Hochwertige Tees haben oft ganze Blätter statt zerbrochener Stücke und stammen aus bestimmten Anbauregionen oder Teegärten.